01 / Integriert im Verbund
Schaltbares Glas
Die PDLC-Funktionsschicht liegt zwischen den Glasscheiben. Für Projekte, bei denen Verglasung und Sichtschutz gemeinsam geplant werden.
Glas im Detail ↗
Schaltbares Glas & PDLC-Folie
Schaltbares Glas verbindet klare Architektur mit Sichtschutz auf Knopfdruck. Transparent, wenn Sie wollen. Milchig, wenn Sie es brauchen.
01 / Raum für Möglichkeiten
Ein Meeting braucht Vertraulichkeit. Ein Raum braucht Weite. Schaltbares Glas lässt beides zu – mit einer Fläche, die sich der Nutzung anpasst.
Von transparent zu milchig. Der Sichtschutz entsteht direkt in der Fläche.
Keine zusätzliche Textilebene. Klare Linien für neue und bestehende Räume.
Optik, Glasaufbau und Steuerung werden passend zur Einbausituation gewählt.
02 / Die Systeme
Die Ausgangslage entscheidet: neue Verglasung integrieren oder geeignete Glasflächen im Bestand ergänzen.
01 / Integriert im Verbund
Die PDLC-Funktionsschicht liegt zwischen den Glasscheiben. Für Projekte, bei denen Verglasung und Sichtschutz gemeinsam geplant werden.
Glas im Detail ↗02 / Auf vorhandenes Glas
Vorhandene Glasflächen erhalten eine neue Funktion. Die Nachrüstung setzt eine geeignete Oberfläche und abgestimmte Anschlussdetails voraus.
Folie im Detail ↗03 / Das Prinzip erleben
Unter Spannung richten sich Flüssigkristalle aus: Die Fläche wird durchsichtiger. Ohne Schaltspannung streut Standard-PDLC das Licht und erscheint milchig.
Das ist Sichtschutz, keine vollständige Verdunkelung. Licht, Blickwinkel und Abstand beeinflussen das tatsächliche Ergebnis.
Transparent · DurchsichtIllustrative Simulation · KI-Architekturvisualisierung, kein Produktnachweis.
04 / Anwendungen
Arbeiten
Offene Räume für Austausch. Visueller Rückzug für vertrauliche Gespräche.
Bürotrennwände planenWohnen
Großzügige Raumwirkung mit bedienbarem Sichtschutz. Feuchtigkeit verlangt einen geeigneten Aufbau.
Einsatzbedingungen ansehenGastgeben
Privatsphäre für wechselnde Nutzer. Verständliche Bedienung und passende Reinigungsverfahren.
Anwendungen vergleichen05 / Von der Idee zum Detail
Diese vier Schritte machen Anforderungen und Zuständigkeiten nachvollziehbar.
Wo soll Sichtschutz entstehen? Wann braucht es Durchsicht?
Bestand, Muster, Maße und erforderliche Bauteileigenschaften klären.
Anschluss, Bedienung, Randabschluss und Montage gemeinsam planen.
Optik, Schaltzustände und Bedienabläufe vor Ort prüfen.
06 / Gut zu wissen
Standard-PDLC wird ohne Schaltspannung milchig. Wie viel von Personen oder Gegenständen erkennbar bleibt, hängt auch von Abstand und Beleuchtung ab. Sonderprodukte können ein anderes Schaltverhalten haben.
Standard-PDLC ist vorrangig ein Sichtschutz. Die milchige Wirkung ist kein Nachweis für Verdunkelung, Blendschutz oder eine ausreichende Reduktion des Wärmeeintrags.
Ja, mit einer dafür geeigneten schaltbaren Folie. Oberfläche, Glasbeschichtung, Umgebungsbedingungen, Randabschluss und elektrische Anbindung müssen vorab geprüft werden.
Transparent, wenn Architektur offen bleiben soll. Blickdicht, sobald Privatsphäre gebraucht wird – dieselbe Scheibe, auf Knopfdruck.
Schaltbares Glas ersetzt Vorhänge, Jalousien und Milchglas durch eine einzige, integrierte Fläche. Der Wechsel zwischen den Zuständen erfolgt elektrisch und nahezu verzögerungsfrei. Wo bisher ein Raumteiler dauerhaft Sicht nahm oder Technik im Fensterrahmen verschwand, bleibt jetzt eine ruhige Glasebene, die genau dann reagiert, wenn sie gebraucht wird.
Privatsphäre auf Abruf, ohne die Qualitäten von Glas aufzugeben: Licht, Weite und Offenheit bleiben erhalten.
Weil der Blickschutz elektrisch schaltet, lässt er sich in Nutzungskonzepte einbinden: ein Konferenzraum wird zur Präsentation blickdicht, ein Schauraum am Abend zur Bühne, ein Bad auf Tastendruck privat. Der Effekt ist reversibel, für wiederholtes Schalten ausgelegt; die zulässige Zyklenzahl ist produktabhängig und über verschiedene Auslöser steuerbar.
Auch akustisch und thermisch bleibt die Glasfläche das, was sie ist – die Schaltbarkeit ändert die Sicht, nicht die grundlegende Funktion der Verglasung.
Als Verbund-Sicherheitsglas ist schaltbares Glas Teil der Konstruktion und nicht ein nachträglich angebrachtes Accessoire. Es übernimmt die Funktion einer Wand, einer Trennung oder einer Verglasung – und zusätzlich den Blickschutz.
Für die Planung heißt das: Der Blickschutz wird bereits im Glasaufbau mitgedacht, nicht im Nachhinein an die Fläche gehängt.
Schaltbares Glas ist mehr als eine Architekturlösung: Interior, Mobility, Aviation, Healthcare, Retail und Sonderanwendungen – abhängig vom konkreten Aufbau.
Nicht jede Anwendung verträgt jeden Aufbau. Nassbereich, Fassade und mobile Anwendungen stellen unterschiedliche Anforderungen an Randverbund, Steuerung und Sicherheit. Deshalb steht am Anfang immer die Frage nach der Einbausituation – nicht nach dem Datenblatt. Die folgende Übersicht zeigt typische Felder; welche davon sinnvoll sind, hängt vom Projekt ab.
Glasaufbau, Steuerung, Einbausituation und elektrische Anforderungen gehören sichtbar in die Produktkommunikation – nicht ins Kleingedruckte.
Schaltbares Glas beruht auf PDLC (Polymer Dispersed Liquid Crystal). Eine Funktionsschicht aus Flüssigkristallen wird in Verbundglas laminiert. Ohne Spannung streuen die Kristalle das Licht, das Glas wirkt milchig; unter Spannung richten sie sich aus, das Glas wird klar.
Der Blickschutz kann so einfach oder so integriert sein, wie das Projekt es verlangt.
Im einfachsten Fall genügt ein Wandschalter. Darüber hinaus lässt sich schaltbares Glas über Fernbedienung, Präsenz- oder Belegungssensoren, Zeitprogramme oder die Gebäudeautomation (z. B. KNX-basierte Systeme) ansteuern. So wird der Blickschutz Teil des Nutzungskonzepts statt einer manuellen Nebentätigkeit.
Ein Netzteil wandelt die Netzspannung in die für die Funktionsschicht passende Wechselspannung. Die Verkabelung wird in Rahmen, Wand oder Anschlussdetail geführt – das gehört früh in die Planung, weil es die Detailausbildung beeinflusst.
Größere Flächen lassen sich zonieren: Räume oder Wandsegmente schalten unabhängig voneinander. In Kombination mit Szenen – etwa „Präsentation“, „Feierabend“ oder „Belegt“ – entsteht ein Blickschutz, der auf Situationen reagiert, nicht auf einzelne Tastendrücke.
Für die Praxis heißt das: Je klarer die gewünschten Szenarien zu Projektbeginn beschrieben sind, desto sauberer lässt sich die Steuerung auslegen.
Schaltbares Glas ist zuerst ein Sicherheitsbauteil – und im Betrieb angenehm unauffällig.
Ob der Glasaufbau die für das Projekt erforderlichen Sicherheitseigenschaften erfüllt, muss anhand der konkreten Produkt- und Bauteilnachweise geprüft werden. Die PDLC-Funktion allein belegt weder Tragfähigkeit noch Eignung für Absturzsicherung oder Überkopfverglasung. Eine nachträglich aufgebrachte Sichtschutzfolie macht das vorhandene Glas nicht automatisch zu Sicherheitsglas.
Für Nassbereich und Fassade sind zusätzliche Anforderungen an Randverbund und Aufbau zu beachten. Welche Ausführung nötig ist, klärt die Fachplanung projektbezogen.
Reinigung und Pflege richten sich nach den freigegebenen Herstellerangaben. Eine offen liegende Folienoberfläche kann andere Reinigungsmittel und Verfahren verlangen als Glas. Randbereiche und elektrische Anschlüsse dürfen nicht durchnässt werden; aggressive Mittel und scharfe Werkzeuge sind zu vermeiden. Steuerung, Anschlussstellen und Randabschluss bleiben Teil der Instandhaltung.
Für den Neubau das integrierte Verbundglas, für den Bestand die nachrüstbare Folie – beide auf Basis derselben PDLC-Technologie.
Die Funktionsschicht ist fest im Laminat verbaut. Das Ergebnis ist eine vollintegrierte, mechanisch belastbare Scheibe, die zugleich als Sicherheitsglas wirkt. Ideal, wenn ohnehin neu verglast wird oder hohe Anforderungen an Optik und Sicherheit bestehen.
Die PDLC-Folie wird auf geeignete Bestandsverglasung appliziert. Sie macht vorhandenes Glas nachträglich schaltbar, ohne die Scheibe zu tauschen – vorausgesetzt, die Fläche ist plan und geeignet.
Ein klarer Weg vom ersten Kontakt bis zur montierten Fläche – projektbezogen statt von der Stange.
Weil schaltbares Glas ein maßgefertigtes Bauteil ist, beginnt jedes Projekt mit der Situation vor Ort. Aus Anwendung, Abmessungen und Einbausituation ergibt sich, welches System sinnvoll ist und welche Steuerung dazu passt.
Je konkreter diese Angaben, desto belastbarer die Einschätzung. Ein Foto der Einbausituation sagt oft mehr als jede Produktnummer. So lassen sich Machbarkeit und Aufwand früh einordnen – bevor Kosten ins Spiel kommen.
Am Ende steht ein Angebot, das die reale Situation abbildet: Glasaufbau, Steuerung, Montage und Anschluss – nachvollziehbar statt pauschal.
Der größte Hebel liegt selten im Glas selbst, sondern in der Einbausituation und der Steuerung. Wer diese Fragen früh klärt, plant günstiger und sicherer.
Schaltbares Glas ist bewusst zurückhaltend: eine ruhige Fläche, die den Raum wirken lässt.
Weil der Blickschutz in der Fläche liegt und nicht davor, entstehen keine konkurrierenden Ebenen. Die Architektur muss den Sichtschutz nicht kaschieren; er ist bereits Teil des Glases.
Für die Detailplanung heißt das: Rahmen, Anschluss und Kabelführung werden so ausgebildet, dass die Technik unsichtbar bleibt. Das Ergebnis ist eine Fläche, die im transparenten Zustand kaum als „Technik“ auffällt – und im blickdichten Zustand souverän Privatsphäre schafft.
Gerade in repräsentativen Bereichen – Empfang, Board-Room, Suite – ist diese Unauffälligkeit ein Qualitätsmerkmal. Das Beste, was die Technik tun kann, ist: nicht aufzufallen.
Architekten, Fachplaner und Bauherren brauchen belastbare Aussagen – keine Werbeversprechen.
Für Ausschreibung und Ausführungsplanung werden belastbare Angaben zu Aufbau, Optik, elektrischer Ansteuerung und Einbaubedingungen benötigt. Produktdaten müssen aus den Unterlagen des konkret vorgesehenen Herstellers stammen.
Senden Sie Anwendung, Maße und Einbausituation – Sie erhalten eine projektbezogene Einschätzung.